Nationalismus

Nationalismus? Is‘ nicht! Das Problem an der Wurzel packen
Noch immer gibt es in Deutschland rechtsradikale Kräfte, die sich als Repräsentant*innen des „Volkes“ verstehen. Sie schrecken nicht davor zurück, Asylunterkünfte in Brand zu stecken oder Menschen anzugreifen. In Bremen sind besonders rechte Hools präsent und gefährlich wie z.B. die bekannteste Band der deutschen Hooligan-Szene Kategorie-C. Sie organisiert faschistische Demos (HoGeSa) deutschlandweit mit.

nationalismusDas Problem fängt aber viel früher an. Ein scheinbar harmlos daher kommender Patriotismus während der Fußball-WM, die Befürwortung von Abschiebungen und eine verbreitete Ablehnung des Islams machen dies deutlich. Rassismus und Nationalismus sind auch Phänomene der „gesellschaftlichen Mitte“. In Dresden und anderswo gehen Zehntausende gegen die vermeintliche „Islamisierung“ auf die Straße. Die AfD nimmt diese gesellschaftliche Stimmung auf. Sie versucht den Rassismus der Straße in ein bürgerliches Gewand zu kleiden. Aber auch CDU, SPD und Grüne haben immer wieder zur Verschärfung des Asylrechts beigetragen.

Während in Talkshows gegen Muslim*innen und Einwanderung gehetzt wird, fliegen Brandsätze auf Flüchtlingsheime. Dies geschieht nicht zufällig: Gewaltbereite Nazis fühlen sich durch den alltäglichen Nationalismus und Rassismus bestätigt. Sie setzen konsequent das um, was die Sarrazins fordern, was der Staat praktiziert und was viele denken.

Der Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Nationalismus beginnt daher früher, als viele glauben.

Während Nazis immer brutaler werden und der NSU mordend durch das Land zieht, unterstützt der Verfassungsschutz mit bezahlten V-Leuten die Naziszene auch noch und geht immer stärker gegen antifaschistische Initiativen vor. Auch das kapitalistische Wirtschaftssystem befördert durch Standortkonkurrenz und „nationale Interessen“ rassistische Vorurteile. Menschen werden nach ihrer Nützlichkeit für die Wirtschaft bewertet und einfach ausgeschlossen. Rassist*innen und Antisemit*innen hetzen gegen Sündenböcke, die sie für Arbeitslosigkeit und Verschlechterung sozialer Leistungen verantwortlich machen.

Der Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Nationalismus beginnt daher früher, als viele glauben. Er beginnt bei Aufklärung und antifaschistischer Bildung. Er beginnt auf Demos gegen Nationalismus und der Anwesenheit auf Versammlungen, bei denen „besorgte Anwohner*innen“ ihre rassistische Hetze verbreiten. Antifaschismus kann dabei nicht auf die Hilfe des Staates hoffen. Wichtig ist vielmehr, Kämpfe gegen Rassismus und Nazis mit einer Perspektive zur Überwindung des Kapitalismus und dem System der Nationalstaaten zu verbinden.

Wir haben keinen Bock auf Rassismus, Nationalismus und Faschismus und fordern:

  • antifaschistische Gruppen, Bildungsarbeit und Erinnerungskultur unterstützen
  • konsequente Bekämpfung rechtsradikaler Strukturen
  • Abschaffung des Verfassungsschutzes
  • gemeinsame Kämpfe gegen Nationalismus, Armut und Ausgrenzung
  • für eine solidarische und grenzenlose Gesellschaft für Alle!
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